Zolitron Technology setzt Maßstäbe im Bereich der kognitiven Sensorik.

Die Zolitron Technology GmbH hat einen steilen Start hingelegt: Nach ihrer Gründung 2016 arbeiten heute bereits rund 18 Beschäftigte an der Entwicklung und Vermarktung kognitiver Sensorik auf der Basis von Micro-Energy-Harvesting. Das Start-up finanziert sich über private Investoren, darüber hinaus wird es durch den High-Tech Gründerfond, den Europäischen Forschungsfonds und weitere staatliche Förderprogramme unterstützt. Raphael Ammann, verantwortlich für die Geschäftsentwicklung, erzählt im Interview mehr über die Technologie und die Erfolgsgeschichte von Zolitron.

Micro-Energy-Harvesting und kognitive Sensorik – das hört sich sehr komplex an.
Was genau verbirgt sich denn dahinter?

Micro-Energy-Harvesting ist die Grundlage unserer Aktivitäten. Unser Gründer Arndt hat sich mit diesem Konzept im Rahmen seiner Forschungsaktivitäten an der Harvard University und am Massachussetts Institute of Technology intensiv auseinandergesetzt. Vereinfacht gesagt, geht es um die Energiegewinnung aus uns umgebender Energie. Das können beispielsweise Temperaturunterschiede, Vibrationen oder auch Licht sein. Zur Energieversorgung unserer Komponenten nutzen wir beispielsweise Photovoltaik.

Im Rahmen der kognitiven Sensorik messen unsere Geräte massenweise Rohdaten, die in einer Cloud verdichtet werden. Das heißt, mit neuronalen Netzen und Machine Learning verknüpfen wir ähnlich wie das menschliche Gehirn unspezifische Datenmengen zu wertvollen Informationen.

Wie setzen Sie diese Konzepte für sich ein?

Unsere energieautarken Sensoren erheben die Daten anhand von Einflüssen wie Temperatur, Licht, Vibrationen und Magnetfeldern. Eine verschlüsselte Kommunikationstechnologie, NB-Iot, überträgt die Daten direkt in unsere Cloud. Dort gewinnen wir die Informationen, die der Kunde benötigt. Micro-Energy-Harvesting und kognitive Sensorik setzen wir grundsätzlich in vier Anwendungsbereichen ein:

Im Bereich der Kreislaufwirtschaft können Container, die mit unseren Sensoren ausgestattet sind, zum Beispiel ihre Füllstände per Fernübertragung melden. So lassen sich Entleerungsintervalle viel wirtschaftlicher gestalten.

Die Logistikbranche profitiert von der Anwendung Asset Tracking: Mit Hilfe unserer Sensoren lassen sich Container, Maschinen und alle anderen beweglichen Güter verfolgen. So kann ihr Zustand überwacht werden, gestohlene Gegenstände lassen sich wieder auffinden. Das optimiert die Lieferkette erheblich.

Für den Verkehrssektor haben wir eine Anwendung entwickelt, die Bürgern freie Parkflächen in Innenstädten anzeigt und damit den Parksuchverkehr deutlich reduziert. Kommunen können so die Bewirtschaftung von Parkflächen optimieren.

Auch im Maschinenbau kommt unsere Sensorik zum Einsatz. Hier können die Komponenten Wartungsintervalle planbar machen und so Prozesse messbar optimieren. Vibrationsmuster sagen beispielsweise sehr viel über den Instandhaltungsbedarf einer Maschine aus.

Über diese Anwendungsfelder hinaus erhalten wir aber auch zahlreiche Anfragen zur Lösung verschiedenster Probleme. Unsere Leistungen umfassen den Verkauf der Sensoren, der Kommunikationstechnologie sowie der Analyse der gewonnenen Daten bis hin zu der kompletten Dienstleistung „Sensor as a Service“ mit Geräten, Kommunikation und Analysen gegen eine monatliche Gebühr.

Was charakterisiert Zolitron?

Wir sind ein sehr junges, internationales Unternehmen mit flachen Hierarchien. Unsere Mitarbeiter sind im Durchschnitt 26 Jahre alt und stammen aus den verschiedensten Ländern. Viele sind direkt nach der Uni zu uns gekommen. Wir sind schnell, flexibel und pflegen eine andere Art der Unternehmenskultur. Beispielsweise unternehmen wir teamstärkende Aktivitäten in Kroatien oder Kitzbühel. Unsere Unternehmenssprache ist Englisch.

Was raten Sie anderen Gründern?

Mein Rat lautet: Sprecht möglichst früh mit potenziellen Kunden und findet heraus, ob eure Entwicklung oder eure Leistungen einen Mehrwert mit sich bringt. Das ist die beste Möglichkeit, sich erfolgreich am Markt behaupten zu können!

Mehr Informationen zum Unternehmen gibt es unter https://zolitron.com.

Teamfoto im Header: Zolitron Technology GmbH