Katja Grebner, Make-up Artistin aus Dortmund, hebt Persönlichkeiten hervor. 

Im Rahmen der STARTupRUHR Demo Night vergangenen Monat wurde ich auf Katja Grebner aufmerksam: Die 32-Jährige arbeitet erfolgreich als selbständige Make-up Artistin und Stylistin. Im gemütlichen Dortmunder Café Lotte haben wir uns auf einen Kaffee getroffen, um über die Entscheidung zu gründen und über die Verantwortung als Unternehmerin zu plaudern.

Wann und warum hast du dich für eine Selbständigkeit entschieden?

Ich komme ursprünglich aus dem Bereich Lederwaren und bin dann in die Kosmetik gewechselt. 2014 habe ich meine Zelte im Anstellungsverhältnis abgebaut, weil ich wissen wollte, wie viel Potenzial ich tatsächlich habe und was ich noch erreichen kann. So habe ich gekündigt und eine Make-up Akademie besucht. Schon während dieser Ausbildung habe ich mich damit beschäftigt, in welchem Bereich man mit dieser Qualifikation arbeiten kann. Irgendwann war dann auch Gründen ein Thema.

Was hat dir während des Gründungsprozesses geholfen?

Ich habe mir gezielt Unterstützung gesucht, bei der „.garage dortmund“ und im Gründerinnenzentrum Dortmund. Parallel dazu habe ich jeden Schnipsel gelesen, den ich zu dem Thema gefunden habe. Ganz schleichend ist dann eine Gründung daraus entstanden.

Wie hat sich deine Selbständigkeit entwickelt?

In den ersten anderthalb Jahren habe ich alles angenommen, was mir über den Weg lief. Ich habe gute Sachen und weniger gute Sachen gemacht, war in verschiedenen Bereichen unterwegs. Mitte 2016 habe ich mir dann alle Zahlen vorgenommen und mir einmal gezielt angeschaut, welche Bereiche ich bedienen kann und auch möchte. So habe ich mir selber meinen Geschäftsbereich aufgebaut.

Wo liegen denn heute deine Arbeitsschwerpunkte?

Ich konzentriere mich hauptsächlich auf den Bereich Business. Zu meinen Kunden zählen Bewerber, Einzelunternehmer, die Fotos für ihre Website brauchen, Mittelstandsunternehmen, aber auch Konzerne. Ich gebe zudem noch Make-up Workshops im Privatkundenbereich. Ganz aktuell arbeite ich noch als freischaffender Coach für das Dortmunder Weiterbildungsinstitut WbI in einem Projekt, das Frauen zurück in die Arbeit bringt. Ich biete Stilberatung im kleinen Kreis an, dazu habe ich ein eigenes Programm entwickelt. Bisher läuft das sehr erfolgreich und wird auch noch weiterentwickelt.

Was bedeutet es dir, deine eigenen Entscheidungen treffen zu können?

Unternehmertum ist etwas für Menschen, die etwas machen und entwickeln wollen. Das setzt eine gewisse Motivation und eine Bereitschaft voraus, eigene Entscheidungen zu treffen und zu verantworten. Für mich ist es genau das Richtige, denn ich kann mich dabei komplett entfalten.

Was würdest du anderen Gründern empfehlen?

Ich rate dazu, eine gute Basis zu finden auf der man aufbauen kann. Ich arbeite beispielsweise sechs Tage im Monat fest für eine Kosmetikfirma. Das ist eine Konstante für mich. Es gibt mir ein gutes Gefühl, dort einem Team zugehörig zu sein. Außerdem empfehle ich, bei einem Auftrag zu bleiben, wenn man sich einmal dafür entschieden hat. Nicht zu unterschätzen ist auch das Netzwerken, aus meiner Sicht das A und O. Damit sollte man auch als Unternehmer nicht aufhören.

Ist das Ruhrgebiet aus deiner Sicht ein guter Standort für Gründungen?

Gründen im Ruhrgebiet lohnt sich definitiv. Es gibt in jeder Stadt eine Vielzahl von Angeboten, die man als Gründer auf jeden Fall auch wahrnehmen sollte!

Mehr Info zu Katja Grebner gibt es unter https://katjagrebner.com.

Foto im Header: Katrin Schnelle